Information ist ohne Ethos und Pathos wertlos. Klingt hochtrabend, aber ist doch banal.

Und ohne den Empfänger zu berücksichtigen, wird jeder Text zum Beipackzettel einer bitteren Medizin. Warnungen verunsichern mehr als einen Nutzen zu entwickeln; statistische Zahlen sind ohne Kontext wertlos.
Wichtig ist hingegen, dass der Inhalt vermittelt wird, nicht nur transportiert.
Nur wenn der Inhalt zum Angesprochenen, zum Adressaten passt, wenn der Text letztlich vermittelt wird, dann kann Information geteilt werden.
Dass eine Beherrschung der Werkzeuge hierzu Voraussetzung ist, versteht sich von selbst. Seit 1984 versuche ich auszuloten, welches Potential sich in der Nutzung von Computern für welche Zwecke nutzen lässt. Im Klartext: Information ist für mich auch immer Informationstechnologie gewesen. Nicht synonym, sondern ergänzend. Das schließt die KI mit ein, mit der ich mich seit den späten 80er-Jahren intensiv und kritisch auseinandergesetzt habe1.
Die moderne Welt stellt uns eine Vielzahl an Medien bereit. Nutzen wir sie! Aber nutzen wir sie ebenfalls mit Bedacht.
1 Ich arbeite gerade an einem Reprint einer Hausarbeit von mir aus dem Jahr 1989 zum Thema Künstliche Intelligenz und Ethik, das ich demnächst als eBook herausgeben werde.